Wie bereits im letzten Beitrag erwähnt, war ich vor drei Wochen kurz mal in Paraguay. Und das kam so: die MFÖ, die mennonitische Freikirche Österreich, hat mich angefragt, ob ich mir vorstellen könnte, als Delegierter nach Paraguay zur Weltmennonitenkonferenz und dem damit verbundenen, globalen Jugendgipfel zu reisen. Nach kurzem Überlegen sagte ich ja und als Reisegefährten bekam ich Peter Leithinger aus Gmunden zugeteilt.

Schon der Beginn unserer Reise gestaltete sich als äußerst lebhaft. Bereits der erste Flug - von Wien nach Frankfurt - hatte Verspätung und so haben wir auch alle Anschlussflüge verpasst. Als Konsequenz daraus saßen wir mitten in der Nacht am verlassenen Airport Frankfurt und haben Lufthansa Mitarbeiter mit Gummibärchen bestochen. Die Taktik trug Früchte, denn schon zwei Stunden später bekamen wir ein Zimmer im noblen Hotel Sheraton zugeteilt - und neue Tickets für den weiteren Flug. Um die lange Geschichte kurz zu machen: aus 28 Stunden Reise wurden 42 Stunden und wir haben viel erlebt… und Lissabon gesehen!

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Als wir schließlich in Paraguay ankamen war mein erster Eindruck: *brrr* ist es kalt hier! Kein Wunder, liegt Paraguay doch auf der Südhalbkugel und somit haben die dort jetzt Winter. Und nachdem der Winter dort so kurz ist, dass Heizung einbauen sich nicht auszahlt, waren wir den Rest der Zeit meist dick eingepackt.

jungle_1Die Landschaft selbst ist geprägt von Palmen, Palmen, Dschungel und noch mehr Palmen – zumindest in der Gegend von Asunción. Denn weiter ins Landesinnere kamen wir nicht, dafür hat die Zeit nicht gereicht.

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Die Leute in Paraguay sind sehr freundlich, insbesondere die Gemeinde, die wir am Sonntag besuchen durften. Wir waren in der Iglesia Emaus und wurden äußerst herzlich aufgenommen. Nach dem Gottesdienst gab es ein festliches Mittagessen und im Anschluss daran ein umwerfendes Kulturprogramm, gewürzt mit viel Spaß und Lachen.

Nun aber zum eigentlichen Grund der Reise: von Freitag bis Sonntag fand der globale Jugendgipfel statt. Dieser bestand aus einer Worshipszeit am Vormittag und einer am Abend, die jeweils von einem anderen Kontinent geleitet wurde. Worship hat dabei nicht die enge Begriffsdefinition wie bei uns in Österreich sondern wird allgemein für einen Gottesdienst verwendet. Zwischen diesen Sessions gab es dann viel Zeit für Begegnungen und Gespräche. Es gab auch Sport, Workshops und Seminare. Alles zusammen waren in etwas 800 Jugendliche und junge Erwachsene dort. Währenddessen berieten die offiziellen Delegierten der kontinentalen Gemeindeverbände über die Probleme und passende Lösungen unserer weltweiten Gemeinden.

pots_1Am Montag war dann unser freier Tag und der Hausherr unserer Gastfamilie nahm uns mit auf einen Ausflug rund um Asunción. Dabei haben wir viel von der Landschaft und den Dörfern gesehen. Und auch einen lokalen Töpfermarkt haben wir besucht.

mwc_1Von Dienstag bis Sonntag fand dann die eigentliche Weltkonferenz statt mit insgesamt fast 6.000 Teilnehmern aus aller Herren Länder. Das Thema war: Miteinander weitergehen auf dem Weg Jesu Christi. Der Ablauf war auch hier ähnlich. Es gab Programm am Vormittag und am Abend und dazwischen ein reiches Angebot an Seminaren, Ausflügen, Diensteinsätzen oder einfach Zeit für Gespräche.

church_1Die Konferenz fand in einer gigantischen, evangelischen Kirche in Asunción statt, deren Auditorium Platz für bis zu 20.000 Menschen bietet. Zusätzlich gibt es unzählige „kleine“ Nebenräume für Seminare. Diese Räume bieten Platz für Gruppen von 30 Leuten bis hin zu mehreren Hundert und einige Räume fassen sogar 1000 Personen.

Wenn ich auf die Konferenze zurückblicke, dann habe ich gemischte Gefühle. Einerseits fand ich es äußerst inspirierend und wohltuend zu sehen wie verschieden und bunt unsere weltweite Gemeindefamilie ist – und dass wir trotzdem zusammengehören. Andererseits war da dieser starke Fokus auf die eigene Religion und die Glaubenstraditionen. Ich spürte ständig einen unterschwelligen Stolz und eine gewisse Überheblichkeit gegenüber anderen, christlichen Gruppierungen. Außerdem wird die interdenominelle Zusammenarbeit kaum verfolgt, allenfalls bei Sozialprojekten – man bleibt im eigenen Gemeindebund… so werden wertvolle Ressourcen verschwendet und viel Mühe umsonst aufgewandt. Auch gibt es einen starken Fokus auf die Interna der Gemeinden, aber kaum den Blick über die Kirchenmauern hinaus. Kaum ein Wort über Evangelisation, Mission und unsere geistliche Verantwortung für unsere Nachbarschaft. Dies alles stimmte mich recht traurig.

Tröstlich fand ich hingegen, dass wenn ich diese Kritikpunkte in Einzelgesprächen zur Sprache brachte, sehr schnell merkte, dass ich nicht der Einzige war, der so empfand. Und so bin ich guter Hoffnung, dass innerhalb unserer weltweiten Gemeindefamilie eine neue Generation heranwächst, die sehr wohl wieder auch über die Kirchenmauern hinaus schaut und auch keine Berührungsängste mit anderen Gemeindeverbänden hat.

host_1So… und zum Abschluss noch ein Foto von dem Palast unserer Gastfamilie wo wir die Nächte verbringen durften! =)

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PS: Weitere Fotos findet ihr unter http://www.facebook.com/album.php?aid=2027935&id=1492856752&l=b9c809a14a

Jetzt ist es schon wieder fast zwei Monate her. Es bleibt einfach keine Zeit. Schlimm ist das. Aber diesmal hat sich halt wirklich sehr, sehr viel getan. Zunächst einmal das wohl prägendste Ereignis: ich habe in der VBA gekündigt. Nach fast sechs Jahren als Kundenberater ist es nun genug und ich kehre der Volksbank den Rücken. Stattdessen werde ich ab Oktober an der JKU in Linz Wirtschaftspädagogik studieren. Und dann… irgendwann einmal… werde ich Lehrer! *gg*

Dann gab es da ein anderes, sehr prägendes Ereignis. Und zwar einen kurzen „Abstecher“ nach Paraguay. Dort habe ich an der Weltmennonitenkonferenz und dem globalen Jugendgipfel teilgenommen. Ein detaillierter Reisebericht folgt in Kürze.

Irgendwo dazwischen gab’s auch ein Wochenende im fernen Porta Westfalica (Info für Geographie-Genies: das liegt in Deutschland). Dort war ich zu einer Hochzeit geladen.

Dann musste noch meine Wohnung ausgeräumt und ausgemalt werden, und parallel dazu mein neues Zimmer im Keller bei meinen Eltern eingerichtet werden. Und im Oktober darf dann ein Teil des ganzen Zeux wieder weitergeschoben werden; nach Linz ins Studentenheim.

Naja… und dann noch tausend andere Sachen, einen NGS zum Beispiel, die ich aber alle schon wieder vergessen habe… schlimm ist das mit mir. Wer übrigens häufiger Infos haben will, der möge mich in Facebook auf seine Freundesliste setzen. Dort sind die Berichte zwar nicht so lang, aber wesentlich aktueller.

Und wie geht’s weiter? Nun, nächste Woche mal ab nach Ungarn… ein paar Tage chillen. Und dann kommt auch schon wieder Reach AUT… es bleibt spannend! =)

Wirklich angenehmen, mal ein paar Tage frei zu haben. Wenn ich mir den Terminkalender der letzten Wochen anschaue, dann bin ich manchmal erstaunt, dass ich da ohne Burnout durchgekommen bin. Danke Gott!

Meinen letzten Eintrag habe ich am SHIFT Congress von Willow Creek verfasst und ich muss sagen, es war echt eine tolle Zeit. Von den Inhalten selbst habe ich leider nicht sooo viel mitbekommen. Dafür hatte ich eine richtig gute Zeit im Ordnerteam und beim Delirious?! Konzert hatte ich zeitweise sogar die Sicherheitsverantwortung für beide Tribünenflügel. War richtig lustig.

Am Wochenende darauf hatten wir dann einmal mehr ein JesusHouse+ und zwar unser jährliches OpenAir. Das Wetter hat gehalten und es war ein richtig schöner, sonniger Tag. Dominique Pfeiffer ist extra aus Deutschland angereist um uns als Redner zu dienen. Er hat zum Thema „Brennstoffmangel“ gesprochen und richtig cool war, dass er extra schon früher angereist ist, um sich ein Bild von der allgemeinen Atmosphäre in der Stadt zu machen. So konnten wir einen gechillten, gemeinsamen Abend verbringen. Zum OpenAir selbst kamen dann ca. 300 Leute. Einer der kreativen Höhepunkte war sicherlich, als zwei unserer Schauspielerinnen mit einem Moped von der Bühne runter, mitten ins Publikum gefahren sind – natürlich ohne jemanden zu überfahren!!! =)

Zeit zur Erholung blieb keine, denn schon am nächsten Wochenende war ich schon wieder im Einsatz. Und zwar stand da ein Next Generation Service am Programm.  Es ging um das Thema: „Hunger nach Leben“. Der Gottesdienst ist echt gut geworden. Während meiner Predigt sorgte eine kleine, kreative Einlage dafür, dass die Aufmerksamkeit der Leute schlagartig wieder da war: und zwar, als ich drei Weingläser am Boden zerschellen habe lassen. Zusätzlich hatte dann auch noch mein neuestes Lied Premiere. Passend zum Thema trug es den Titel: „Hunger in mir“.

Und seitdem ist mir auch nicht langweilig geworden. Zum einen war da die Abwicklung eines Schadensfalls den wir kürzlich bei JesusHouse+ gehabt haben. Das hat einiges an Bürokratiearbeit… und einen nicht geringen, finanziellen Aufwand verursacht. Aber ich denke, dass wir eine gute Lösung gefunden haben. Zum anderen hat kurzzeitig meine Reise im Juli zur Weltmennonitenkonferenz gewackelt, da sich ein finanzieller Engpass auftat. Aber auch das hat Jesus lösen können – wenngleich auch hier ein großer administrativer Aufwand dahinter stand.

Und jetzt… jetzt genieße ich ein paar freie Tage.

Man glaubt gar nicht, wie viele Projekte man gleichzeitig am Laufen haben kann. Wenn ich sie auf die letzten Wochen zurückblicke, dann frage ich mich manchmal, wo ich überhaupt die Zeit zum Schlafen gefunden haben…

Begonnen hat der Marathon mit einem NGS am 22. März. Das Thema war „Schau nicht zurück!“ und es ging darum, mit der Vergangenheit abzuschließen und vertrauensvoll in die Zukunft zu blicken. Ich hatte einmal mehr das Privileg zu predigen – wobei das gerade mal vier Tage vorher entschieden wurde. Darüber hinaus hatten wir ein cooles Video von Johnny Cash sowie eine eindrucksvolle Objekt Lesson mit beschrifteten T-Shirts am Ende der Predigt.

Der nächste große Einsatz kam wenig später. Vom 29. März bis 5. April fand die Übertragung von ProChrist statt und ich war im Technikerteam für den Übertragungsort „Kürnberghalle“ mit eingeteilt. Die meiste Zeit bestand meine Arbeit zwar aus herumsitzen und warten, weil ich Springer war, ab an einem Abend durfte ich sogar die Lichtsteuerung im Saal machen. War ‘ne coole Sache!

Weiter ging es mit dem Ostermusical der Rhema Gemeinschaft. Wir hatten zwei Vorstellungen am Karfreitag und am Ostersonntag. Dabei wurde die fiktive Geschichte von einigen Jüngern Jesu erzählt, die sich am Grab treffen, zweifelnd auf ihre Erlebnisse zurückschauen und dann das Wunder der Auferstehung live miterleben. Ich spielte dabei den Hauptmann von Kapernaum. Die beiden anderen Hauptfiguren waren Maria von Magdala und der Kranke, der am See von Bethesda geheilt wurde.

Gerade mal eine Woche Pause gab es, bevor dann das nächste Großevent stattfand: die JesusHouse+ PraiseNight. Sie stand diesmal unter dem Titel UC BONES – IC AN ARMY!

Wir hatten einen genialen Abend, ranvoll gefüllt mit kreativen Elementen. Das ging von einem eigens gedrehten Hintergrundvideo über Linz, das während einem Song eingespielt wurde, bis hin zu einem klassischen Körpertheater. Eine Message gab es natürlich auch, geliefert von Francesco Mazilli und Worship von einer 10köpfigen Band!

Und weil es so schön ist, haben wir drei Wochen später, sprich exakt heute in einer Woche, das nächste JesusHouse+ Event und zwar das OpenAir. Die Vorbereitungen dafür laufen schon auf vollen Touren.

Übrigens: jetzt gerade sitze ich im großen Gemeinschaftsraum der Techniker am Willow Creek SHIFT Kongress. Einige JH+ Mitarbeiter und ich sind hier sozusagen auf „Betriebsausflug“ und helfen im Mitarbeiterteam mit um neue Erfahrungen zu sammeln und uns so fortzubilden. Ich selbst bin im Ordnerteam eingeteilt und durfte gestern einen ganzen Tag lang die Backstagedoor bewachen. Klingt langweilig, ist es aber nicht – immerhin bekommt man alle Sessions mit! =)

Fotos gibt’s leider einstweilen keine, da ich hier nur mein Netbook mit dabei habe. Aber wenn ich nach meiner Rückkehr nach Hause etwas Zeit finde, werde ich hier noch ein paar Fotos nachliefern.

So viel zu tun, und so wenig Zeit. Das ist wohl die treffendste Beschreibung meines gegenwärtigen Alltags. Und krank bin ich auch noch… *snief*

beineNichtsdestotrotz, sind wir unermüdlich im Einsatz SEINES Königreichs und so war letztes Wochenende mal wieder ein JesusHouse+ Wochenende. Das Thema diesmal hieß: „Warum werden wir nicht satt?!“ Es gibt übrigens ein Lied von den Toten Hosen, das fast genauso heißt. Diese Tatsache nahm ich zum Anlass um die Hosen anzuschreiben, ob wir denn ihr Video verwenden dürften… und Gott öffnet Türen: wir haben nicht nur die Genehmigung bekommen, sondern sogar eine Gratis-DVD mit den Videos drauf. Auf diesem Weg nochmal danke, liebe Hosen! =)

hans_pultBack to Topic. Es ging um’s satt werden und Hans Schmidt war der Referent. Sein Vortrag hatte allerdings nur wenig zu tun mit irgendwelchen Ernährungstipps. Viel mehr stellte er die Frage, ob wir denn in unserem Leben wahre Sättigung kennen und erleben. Natürlich erlebt man diese Sättigung nur, wenn man Jesus im Alltag mit dabei hat. Denn schließlich ist er der Gott, der nicht nur „genug“ gibt, sondern die Überfülle hat und uns diese schenken will.

abrahamUnd noch ein kleines „Wunder“ haben wir diesmal erlebt. Für unser Drama haben wir einen schwarzafrikanischen Schauspieler gebraucht. Und wir haben über einen Monat lang gesucht. Alle Kontakte abgeklappert… doch nichts als Absagen. Bis am Sonntag vor dem JesusHouse+ plötzlich ein afrikanischer Gast im Gottesdienst in der Rhema auftaucht. Also schnell spontan gefragt und tatsächlich… er ist bereit mitzumachen. Und so hat Abraham, in traditionelles Massai-Gewand gehüllt, seine Rolle wirklich genial gespielt und unser Drama bereichert – ohne vorher jemals irgendwas von JesusHouse+ gehört zu haben. Danke Abraham!!!